FLÜS - Technische Beschreibung 1

 




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Darstellung des Funktionsprinzips
an verschiedenen Anlagekomponenten.

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doppelpfeil Diffusionsprinzip
 Das FLÜS-Messprinzip basiert auf einem „FLÜS-Sensorrohr“, in das die Feuchtigkeit aus der umgebenden Luft über in kurzen Abständen angeordnete poröse Sintermetalltabletten („Feuchte-Messelemente“) ein-diffundieren kann. Auf diese Weise wird innerhalb weniger Minuten die örtliche Verteilung der Luftfeuchte in der Umgebung entlang des Sensorrohrs auf die – zunächst trockene - Luftsäule innerhalb des Sensorrohrs abgebildet. Besonders ausgeprägt ist dabei der Anstieg der lokalen Luftfeuchte in unmittelbarer Nähe einer Leckstelle, d.h. noch innerhalb der Komponentenisolierung. Deshalb wird das FLÜS-Sensorrohr bei der Komponentenüberwachung vorzugsweise innerhalb der Isolierung installiert, um eine optimale Ansprechempfindlichkeit zu erzielen.

doppelpfeilPeriodische Messzyklen
 Um diese per Diffusion aufgenommene Konzentrationsverteilung messtechnisch zu erfassen, werden in einstellbaren Zeitabständen automatisch periodische Messzyklen durchgeführt. Dabei wird die Luftsäule aus der Rohrstrecke (sog. „Überwachungsstrecke“) durch den zentralen Feuchtesensor geschoben, welcher die absolute Feuchte in Abhängigkeit von der Transportzeit aufzeichnet (siehe Abbildung unten). Gleichzeitig wird bei diesem Spülvorgang die FLÜS-Strecke wieder mit trockener Luft für die nächste Diffusionsphase gefüllt.

doppelpfeilAbsolutfeuchteprofil
 Aus dem Signal des Strömungssensors der Messluft wird die Ortsposition jedes Feuchtemesswertes entlang der Rohrstrecke gewonnen. Somit errechnet sich für jeden Messzyklus ein sog. Absolutfeuchteprofil, welches die Verteilung der Außenfeuchte entlang der  Rohrstrecke darstellt. Dieses Profil wird dabei kontinuierlich mit demjenigen einer Referenzmessung verglichen und hinsichtlich der Ortspositionen einjustiert, um z.B. Schwankungen der Temperaturverteilung entlang der Rohrstrecke auszugleichen.

doppelpfeilLeckerkennung und -ortung
 Überschreitet der gemessene Feuchtewert den eingestellten Grenzwert (siehe Pkt. 1 bzw. 2 der Abbildung), löst das FLÜS-System einen Leckalarm aus. Durch relatives Einmessen des Leckagepeaks innerhalb eines überwachten Abschnittes (siehe Pkt. 2 der Abbildung) kann die Leckposition auf wenige Meter genau ermittelt werden.

doppelpfeilAutomatischer Selbsttest des Systems
 Die korrekte Funktion aller FLÜS-Komponenten wird bei jedem Messzyklus durch einen Mustervergleich mit dem Untergrund-Feuchteprofil der Referenzmessung integral überprüft. Bei Abweichungen wird automatisch ein “Systemalarm" gemeldet. Nicht zuletzt dank dieser integralen Funktions-Kontrolle wurde eine Verfügbarkeit von mehr als 99 % (nach MIL-Standard) zertifiziert.