KÜS - Signalverarbeitung
Das Prinzip
Die Signale der maximal 24 Beschleunigungsaufnehmer im Frequenzbereich 1 – 10 kHz werden mit einer vorwählbaren Abtastrate von 50 oder 100 kHz digitalisiert.
Für jeden Kanal werden der Kurzzeit-RMS-Wert (Zeitkonstante 5 ms) und der Langzeit-RMS-Wert (Zeitkonstante wählbar zwischen 0,1 und 10 s) bestimmt.
Die Überwachung erfolgt für alle Kanäle parallel durch Vergleich des Kurzzeit-RMS-Wertes mit zwei für jeden Kanal individuell einstellbaren Schwellenwerten: Ein Schwellenwert ist auf einen vorzugebenden Wert fest einstellbar, der zweite ergibt sich aus dem Langzeit-RMS-Wert, der mit einem wählbaren Faktor multipliziert wird. Beim Erkennen eines Ereignisses werden die Signale aller Kanäle inklusive Vorgeschichte gespeichert (Aufzeichnungslänge 50 oder 100 ms).
(Für die grafische Darstellung klicken Sie bitte auf die Abbildung oder hier.)
Die Wahl des Kurzzeit-RMS-Wertes als Überwachungsgröße stellt sicher, dass elektrische Störimpulse (Spikes) nicht als Ereignisse registriert werden.
Die gleitenden, auf dem Langzeit-RMS-Wert basierenden Schwellenwerte, garantieren die laufende Anpassung an den Geräuschuntergrund. Ein externer Blockiereingang sperrt den Transientenrecorder bei deterministischen Ereignissen (z. B. Steuerstabfahren). Die KÜS Diagnosesoftware unterscheidet zusätzlich bekannte und nicht bekannte Ereignisse. Die bekannten Ereignisse werden in alarm-relevante und nicht-alarm-relevante Ereignisse unterteilt. Nicht-alarm-relevante Ereignisse erzeugen keine KÜS-Meldung.
Die Klassifizierung (Vergleich mit Referenzmustern) der erfassten Körperschallereignisse geschieht vollautomatisch. Mit Hilfe einer breiten Palette von Funktionen kann der Benutzer weitere Auswertungen vornehmen. Die Überwachungsfunktion wird dabei ununterbrochen weiter gewährleistet.


