KÜS - Technische Beschreibung
Wie arbeitet KÜS
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- Beschleunigungsaufnehmer, die außen auf der Anlagenstruktur installiert sind, erfassen alle im überwachten Bereich auftretenden Körperschallsignale.
- Es treten Körperschallsignale auf, die durch gelockerte oder abgelöste Teile entstehen, aber auch solche, die ihre Ursache in Geräuschen haben, die von den Kraftwerkkomponenten selbst erzeugt werden (Ventilbetätigungen, Fahren der Steuerstäbe, Betrieb der Pumpen u.a.).
- Das Hintergrundgeräusch setzt sich aus dem kontinuierlichen Grundgeräusch und betriebsbedingten Einzelschallereignissen zusammen. Um abgelöste oder lockere Teile sicher detektieren zu können, werden die Signalamplituden der Körperschall-Signale (Bursts) kontinuierlich überwacht. Die Überwachung erfolgt im Frequenzbereich von 1 bis 10 kHz, so dass man die Signale auch abhören kann.
- Beim Überschreiten bestimmtr Schwellenwerte der Signalamplituden wird die Aufzeichnung der Körperschall-Signale aller Aufnehmer ausgelöst. Eine hochentwickelte Alarmlogik entscheidet, ob ein Ereignis einem dem System bekannten Typ zuordenbar ist oder ob es sich um ein neuartiges Ereignis handelt, das zu einer KÜS-Meldung führt.
- Das System ist lernfähig und kann dadurch optimal den Erfordernissen der zu überwachenden Kraftwerksanlage angepasst werden.
- Anhand statistischer Auswertungen der Körperschall-Laufzeiten zwischen den einzelnen Aufnehmern können lockere von bereits gelösten Teilen deutlich unterschieden werden. Eine aufgrund der Laufzeitanalyse durchgeführte exakte Berechnung ergibt dann den Ort des Ereignisses; Aufschluss über die Masse des lockeren bzw. gelösten Teiles erhält man aus weiteren Signalparametern (z. B. Amplitude, Frequenz).
- Die Nachweisgrenzen sind anlagenspezifisch, sie hängen primär von Geschwindigkeit, Form und Masse des losen Teils ab, sowie von der Konstruktion der angeschlagenen Struktur, von der Art und Länge des Schallweges zum Aufnehmer und von der Intensität des Betriebsgeräusches.
- So gelang zum Beispiel schon der Nachweis loser Teile mit Massen von weniger als 20 Gramm in der Primärkammer eines Dampferzeugers.


