SÜS - Durchführung der Schwingungsüberwachung

Durchführung der Schwingungsüberwachung

Das Schwingungsverhalten wird weitgehend automatisch während des stationären Normalbetriebs überwacht. Die gemessenen Signale werden elektrisch verstärkt, digitalisiert und in einem mehrkanaligen Signalprozessor zeitgleich in den Frequenzbereich transformiert.

Die resultierenden Schwingungskennfunktionen und -kenngrößen werden mit denen des Referenzzustandes verglichen und als Trend grafisch dargestellt. Überschreiten die Abweichungen vordefinierte Aufmerksam-keitsschwellen, meldet SÜS dies an die Warte und signalisiert auf dem SÜS-Monitor die zugehörige Schwingungskenngröße und betroffene Komponente im 3D-Bild. Die Aufmerksamkeitsschwellen basieren auf Erfahrungswerten, strukturdynamischen Berechnungen und experimentellen Analysen.

Jede Komponente hat ein individuelles charakteristisches Schwingungsverhalten. Es hängt von den mechanischen Eigenschaften ab und kann durch Kenngrößen beschrieben werden. Diese Kenngrößen (z.B. Frequenz, Magnitude) werden mit Hilfe von Schwingungskennfunktionen (vorzugsweise Autoleistungs-dichtespektren) bestimmt. Wegen der Überlagerung der Schwingungen enthält eine Kennfunktion die Kenngrößen mehrerer Komponenten. Ändert sich das Schwingungsverhalten einer Komponente, so verändern sich die Werte ihrer zugehörigen Kenngrößen.

Die Zuordnung der Kenngrößen zu den Komponenten resultiert aus Experimenten und/oder Berechnungen sowie Inbetriebsetzungsmessungen mit zusätzlichen, temporär installierten Schwingungsaufnehmern.

Vorgaben für die Schwingungsüberwachung

imageVorgaben für die Schwingungsüberwachung mit dem SÜS werden in Form von Konfigurationsvorlagen definiert:

  • Überwachte Objekte (Objektbezeichnung z.B. RKS oder HKMP, überwachte Komponenten, Schwingungsformen, Signale und erfasste Betriebsparameter)
  • Messvorlagen (Messung im Zeit / Frequenzbereich, Kanaleinstellungen, Messungen mit / ohne Kalibrierung …)
  • Überwachung (Kennfunktionen, Überwachungsparameter, Referenzwerte, Aufmerksamkeitsschwellen, Überwachungszyklen, Meldekriterien)